In dem Beitrag »Wolker bis heitig« und andere Versprecher wird erläutert, wie es zu Versprechern kommt und was auf dem Weg zum gesprochenen Wort wahrscheinlich im Gehirn passiert. Obwohl das Bild einer Freudschen Fehlleistung suggeriert, dass in dem Moment das Unterbewusste die Kontrolle übernimmt und sich artikuliert, ist dem nicht so. Allerdings gibt der im Beitrag erläuterte Ablauf von der Überlagerung und Verzahnung von Wort-Impulsen genau die Möglichkeit, der Deutung nach Freud:

Wenn das Unterbewusste im Gehirn arbeitet und parallel zu den eigentlichen Gedanken die Synapsen und Hirnregionen aktiviert, dann könnte es in einigen Situationen zu einem Übersprechen kommen und bei der Entstehung der Wörter werden Aktivitäten eingeflochten, die aus der unbewussten Hirnaktivität kommen. Zum Bild der Freudschen Versprecher würde auch passen, dass genau die durch das Über-Ich bewusst unterdrückten Gedanken (z. B. eine Lüge) parallel mit verarbeitet werden, damit man diese nicht ausspricht, aber diese Parallelverarbeitung führt dann zum Übersprechen und damit dem Aussprechen der ungewollten Gedanken.

Solche Vorgänge werden aber sehr selten sein, weshalb die meisten Versprecher keine tiefgründigere Bedeutung haben.

Zur Sendung gibt es auch das Manuskript.