• Man muss Krisen und bedrohliche Situationen aushalten bzw. eine gute Exit-Strategie finden/entwickeln, um keine Angst vor den Situationen zu entwickeln.

    • Abschweifen von Gedanken von einem Thema ist Flucht/Ausweichen vor Konfrontation.
  • Erlebnisse in der Kindheit haben in dieser Zeit größere, massivere Bedeutung als gleiche Situationen im Erwachsenenalter, werden aber in ihrer Größe und Bedeutung gespeichert und bleiben damit bestehen, wenn sie nicht mit anderen Erfahrungen überlagert/korrigiert werden.

    • Als Vergleich: Wenn ein Kleinkind eine Kuh sieht, ist diese doppelt so groß wie es selbst. Ein Kind merkt sich aber nicht die Maße der Kuh, sondern es bleibt die Relation »Kuh groß« gespeichert. Später stimmt diese Relation nicht mehr, denn für einen Jugendlichen ist die Kuh nicht mehr doppelt so groß. Bei entsprechenden Erfahrungen wird die Relation »Kuh …« angepasst. Bleiben diese Erfahrungen aus, kommt es zu einer Fehlinterpretation im Erwachsenenalter einer aktuellen Situation mit den Erfahrungen/Erwartungen von damals. Dies können auch Erfahrungen wie »ich bin schwächer« sein, die im Kindesalter objektiv betrachtet korrekt sind, im Erwachsenenalter dann aber nicht mehr.

    • Einige Erlebnisse und Taten in der Kindheit haben die emotionale Dimension wie ein Mord im Erwachsenenalter. Vergleich mit dem Vatermord bei Ödipus.

  • Psychoanalyse nutzt aktuelle Erlebnisse (z. B. Träume), um Erlebnisse zu wiederholen und sich diesen zu stellen und eine gute Exit-Strategie zu finden.

  • Beim Gespräch mit Therapeuten werden die Gedanken verbalisiert und artikuliert, was diese klarer und wirksamer macht. Das Gespräch hat eine andere Intensität als ein reines Gedankenspiel und innerer Monolog.

  • Die Isolation und Neutralität beim Therapeuten ermöglicht es, dass unbewusste Verhaltensweise und Gedanken sich in diesem Raum ausbilden – so wie es auch im normalen Leben immer wieder unbewusst geschieht –, die dann in der Reflexion über sich selbst erkannt, analysiert und verändert werden können.

  • In der Therapie lernt man Gefühle zu erkennen, zu beschreiben und zu assoziieren/analysieren.

    • »Ich fühle mich traurig, es beschämt mich, ich habe Angst«
    • »Die Angst lässt mich erstarren und ich fühle mich hilflos« oder »Die Angst vermittelt das Gefühl, dass ich flüchten muss, wie nachts allein in dunklen Straßen« oder »Die Angst putscht mich auf und macht mich kämpferisch.«
    • »Es fühlt sich an wie damals in der Schule beim Gedichtvortragen.« oder »Es fühlt sich an, wie damals bei der Siegerehrung als alle mir zugejubelt haben.«
  • 4 bis 8 Stunden nach der Sitzung kommen manchmal unerklärliche Gefühle wie Trauer, Angst, Wut, die nicht zum aktuellen Geschehen passen. Ach kommt es zu einer Erschöpfung, wie nach einer schweren körperlichen Arbeit.