Eigentlich ist shutup10 ein Programm zur Verbesserung der Privatsphäre bei Windows 10, da Windows 10 sehr viele Daten zu Microsoft überträgt. Diese Funktion ist für mich sekundär, denn mit all den Datensendefunktionen geht auch eine Leistungseinbuse einher und einige Funktionen nerven einfach nur. So habe ich gleich Cortana deaktiviert, weil ich das nicht nutze. Mein Laptop hat auch keinen GPS-Sensor, weshalb ich Ortungsdienste und ähnliche Zusatzfunktionen deaktiviert habe. Leider fehlt mir noch eine Funktion zum Deaktivieren der Dateiindizierung, da die beim Start immer gern Ressourcen verbraucht.

Die Software macht auch von der Gestaltung her einen Spitzeindruck:

  • Man kann die gewählten Einstellungen exportieren und mit dieser sogar über eine Kommandozeilenoption das System konfigurieren.
  • Das Programm kommt als portable Fassung, sodass keine Installation notwendig ist.
  • Zu den Einstellungspunkten gibt es eine Erklärung, die auch konkret auf die (negativen) Auswirkungen hinweist.
  • Es gibt eine Suchfunktion, wenn man gezielt einen Punkt ansteuern will – expertenfreundlich.
  • Für die Optionen gibt es eine klare Einschätzung, ob deren Nutzung empfohlen wird oder nicht – was für Nicht-Experten hilfreich ist.
  • Es gibt Sammelaktionen, mit denen man schnell alle empfohlenen Einstellungen setzen oder einen Sicherungspunkt erzeugen kann.
  • Ein absolut cooles Gimmick ist das wiederholte Speichern der Einstellungen. Wenn man eine bestehende Konfigurationsdatei überschreibt, kommt keine blöde Nachfrage »Sind Sie sich sicher?«, sondern der Dateityp wird erkannt und es gibt eine Rückmeldung, wie viele Änderungen vorgenommen wurden.

Die Software macht echt den Eindruck, dass da ein Programmierer mit viel Herzblut am Werke war, der gern mal zeigen wollte, wie gute Software aussehen kann.

Screenshot von shutup10

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