Als die zwei nützlichsten Erweiterungen zum Surfen sehe ich uBlock Origin und Cookie AutoDelete an. Damit habe ich noch keine Nachteile auf Webseiten bemerkt und empfehle sie daher allen Nutzern.

Eine Artikelserie zum Thema Datenschutz-Addons gibt es in Kuketz-Blog.

uBlock Origin

Werbung auf Webseiten ist für mich einfach nur nervig und stört: es blinkt und wackelt überall, um Aufmerksamkeit zu erregen, und der Seitenaufbau wird durch die Fremdinhalte beeinträchtigt. Ich habe lange AdBlock Plus verwendet, aber bin mittlerweile zu uBlock Origin gewechselt, da dieses gefühlt ressourcenschonender arbeitet und besser filtert.

Eine Einführung zu uBlock Origin ist bei Kuketz erschienen.

Eine nette Funktion von uBlock Origin ist der Blitz im Steuerfeld. Damit kann man ganz leicht einmalig Elemente aus einer Webseite entfernen; zum Beispiel Layer die den eigentlichen Inhalt überdecken.

Ob uBlock Origin richtig eingerichtet ist, kann man auf Block Ads! testen.

Cookie AutoDelete (Self-Destructing-Cookies)

Die Erweiterung Cookie AutoDelete räumt regelmäßig die von Webseiten im Browser hinterlegen Daten weg. Cookies und local storage werden 10 Sekunden nach dem Schließen des letzten Tabs der Webseite gelöscht, falls man für die Webseite keine Ausnahme festlegt. Somit werden auch immer wieder Cookies beseitigt, wenn man den Browser länger (z. B. tagelang ☺) geöffnet hat. Bei Cookie AutoDelete ist auch die Unterstützung für Container enthalten. Das automatische Löschen und die Container-Unterstützung muss nach der Installation in den Einstellungen erst aktiviert werden.

Für Firefox vor Quantum habe ich die Erweiterung Self-Destructing Cookies verwendet.

NoScript

Auf vielen Seiten sind schwachsinnige Javascript-Programme eingebaut, die den Seitenaufbau beeinträchtigen und wenig bis keinen Nutzen bringen. Mit NoScript kann man grundsätzlich die Ausführung von Javascript unterbinden und selektiv auf Webseiten aktivieren.

Decentraleyes

Mit Decentraleyes werden Ressourcen (Javascript, Bilder oder auch Schriften) von der Festplatte, statt eines CDNs geladen. Siehe dazu Fremde-Ressourcen-Webseiten.

Bei NoScript muss man nach dem ersten Laden der Ressourcen noch file:// erlauben.

I don't care about cookies

Die Erweiterung I don't care about cookies entfernt auf Webseiten den Hinweis, dass die Webseite Cookies nutzt. In Kombination mit NoScript ist dies hilfreich, da sich die Warnungen in der Regel nur mit aktiven JavaScript entfernen lassen.

IPvFoo

Mit IPvFoo bekommt man in der Adresszeile angezeigt, ob die Webseite IPv4 oder IPv6 nutzt. Dabei wird zwischen dem eigentlichen Server und den Servern für Bilder und zusätzliche Ressourcen unterschieden, so dass auch schnell auffällt, wenn eine Webseite Inhalte von fremden Servern einbindet.

HTTPS+ Checker (DNSSEC/TLSA Validator)

Um den Status von HSTS, HPKP, DANE / TLSA oder DNSSEC für eine Webseite zu prüfen, kann man die Erweiterung HTTPS+ Checker verwenden. In der Menüleiste kann man sich den Kopf dafür anordnen.

Mit DNSSEC/TLSA Validator wird der Status besser in der Adresszeile dargestellt, jedoch ist diese Erweiterung nicht mehr mit Firefox Quantum kompatibel.

Multi-Account Containers

Multi-Account Containers ist für die Nutzung der Firefox-Container notwendig.

Web Developer

Die Erweiterung Web Developer enthält viele Funktionen, die für Webentwickler hilfreich sind, aber auch für normale Anwender finden sich Funktionen, die hilfreich sind. Es gibt sehr viele Funktionen, die verborgene Informationen wie Verknüpfungsanker oder Formularfelder anzeigen, Formularfelder entsperren können oder Cookies löschen. Für Entwickler sind Verweise auf die Prüfmittel des W3Cs sehr hilfreich und die Funktionen zum Hervorheben von Elementen.